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Neues von den Altstädtern


12.04.2017

“Vun dr Söck durch die Session 2017“

Auf 95 Jahre ihres Bestehens konnten die Altstädter Köln 1922 eV in der vergangenen Session, unter dem Motto: “Wenn mer uns Pänz sinn, sin mer vun de Söck“, zurückblicken. Aus gutem Grund konnte man bereits zum Ende Oktober, somit kurz vor der offiziellen Sessionseröffnung „vun dr Söck sin“. Anlass war die Feier zum 25-jährigen Jubiläum der Kinder- und Jugendtanzgruppe „Kölsche Dillendöppcher“. Auf ihrer Jubiläumsveranstaltung überzeugten die Pänz neben anderen Darbietungen des Abends, dass sie mit ihrem tollen Tanzrepertoire bestens für die Session 2017 vorbereitet waren.

Zum Ende der Session ließ sich mit Stolz festhalten, dass die Altstädter wieder auf eine fantastische Session mit vielen grün-rote Facetten und Highlight zurückschauen können.

Doch zuerst einmal der Reihe nach.
Wie es sich gehört, starteten auch die Altstädter auf den Punkt in die Session. So genau am 11. November mit der vor einigen Jahren neu aus der Taufe gehobene Party “11 Punkt 11“, die wieder einmal top war. Das zeigte auch im Vorfeld zu dieser Veranstaltung das Ranking der Internetplattform „koeln.stadtbesten.de“ unter der Rubrik: „Die besten Karnevalspartys in Köln“, die grün-rote Sessionsauftakt-Party der Altstädter auf dem 1. Platz. Auch Radio Köln beschrieb die Veranstaltung am Morgen des 11.11. als ersten Tipp für den gelungenen Start in die Session. Die Zahl von über 1000 Gäste im „WarteSaal am Dom“ bestätigte im Laufe des Tages dann auch genau diesen morgendlichen Vorabbonus.

Vom gelungenen Sessionsstart bis hin zum Fischessen nach Aschermittwoch folgte ein grün-rotes Sessionsprogramm von insgesamt 26 Veranstaltungen, die das Traditionskorps seinen zahlreichen Gästen und Freunden aus Nah und Fern und nicht zuletzt seinen Mitgliedern anzubieten hatte. Dazu zählten auch die mehr oder weniger internen Veranstaltungen für Mitgliedern, wie die Regimentsmesse im Kölner Dom, die “Feier des 11.11.“, der Neujahrsempfang, der Korpsappell, das Suurbrodeesse des Tanzkorps, das Reibekuchenessen des Reiterkorps und natürlich die Teilnahme am Rosenmontagszug.

26 Veranstaltungen liest sich auf den ersten Blick erst einmal sehr nüchtern. Doch all dies muss erst einmal organisiert und letztendlich auch durchgeführt werden. Eine Aufgabe, die viele Stunden der Vorbereitung bedeuten und eine Vielzahl von ehrenamtlich Helfern und Förderern zur Umsetzung fordert.

Trotz allem bedeutet eine Session natürlich auch feiern. Ob Kostümsitzung, Härekommers, “Fest in Grün-Rot“, die verschiedenen Bälle für Jung und Alt wie beispielsweise „Fleißig jeck - die Altstädter-Früh-Schicht“, “Jeck am Rhing“ und “Danze am Dom“, bis hin zur Tribüne am Rosenmontagszug auf dem Alter Markt, alle Events haben in den letzten Jahren ihre Freunde und Besucher gefunden.

Ein Beweis für das vielfältige und sehr ansprechende Altstädter Angebot.

Und auch der gute Zweck kommt nie zu kurz. Zum einen bekochten Altstädter Mitglieder unter Federführung von Korpskoch Andreas Breeck (Banan) die Kinder des “Kalker Kinder Mittagstisch“, und darüber hinaus kamen auch die tierischen Freunde im Zoo, unter dem Motto “Zoozappelei“, dem Altstädter-Zoo-Kostümball, nicht zu kurz. Denn der Erlös floss wie in den Jahren zuvor als Spende an den Kölner Zoo. Im Rahmen dieser Veranstaltung im Pullman Hotel nutzte Präsident Hans Kölschbach (Knallbotz vom Aldermaat) die Gelegenheit die Herren Jörg Zajonc, Geschäftsführer des Senders RTL West, Bastian Ebel vom Kölner Express und Lukas Wachten jeweils zum Leutnant d.R. zu ernennen.

Dies als Dank für die Unterstützung im Vorfeld und Moderation an diesem Abend.

Über all diesen Veranstaltungsreigen hinaus war dann auch das Altstädter-Tanzkorps, unterstützt vom Regimentsspielmannszug, zu einigen Terminen auch zusätzlich durch die Regimentskapelle, durch den Senat, das Reiterkorps, den Großen Rat und das Reservekorps verstärkt, stets mit großen Wachen bei den rund 80 Auftrittsterminen durch die Session op Jöck. Zu den zahlreichen Auftritten im Kölner Stadtgebiet führten die Verpflichtungen das Korps von Düsseldorf bis in den tiefen Westerwald und vom Bergischen Land bis in Richtung Aachen. Ob Sturm oder Regen, Blitzeis oder Schnee, das Korps stand stets pünktlich und adrett parat. Entsprechend war auch die Begeisterung des Publikums und das Lob der Sitzungspräsidenten, die stets sehr gewählte und nette Worte für die Leistung des Korps, der Spielleute und besonders für das Tanzpaar Stefanie (Stänche) und Jens (Zündkääz) fanden.

Apropos Spielleute und Tanzpaar: „Kinder, da sieht man wie die Zeit vergeht!“ In der 7. Session gab es sie, den Altstädter eigenen Regimentsspielmannszug und unser Tanzpaar, welches genau so lange für die Altstädter tanzte. Im vergangenen Oktober hatten Stefanie und Jens angekündigt, dass sie nach der Session die Tanzstiefel an den Nagel hängen möchten. Und auch Tambourmajor Bernhard Röttgers (Waggelknee) hatte den Wunsch geäußert, die schöne Aufgabe in jüngere Hände zu geben. Von da an galt die Parole, den Dreien eine unvergessliche und schöne Abschlusssession zu bereiten. Auch wenn alle Auftritte von emotionalen Gedanken des Abschieds begleitet waren, tat dies der hervorragenden Bühnenpräsenz keinen Abbruch. Im Gegenteil, mit ihrem neuen Tanz „Polka“ und dem aktuellen Sessionspotpourri „Pänz“ des Regimentsspielmannszugs präsentierte sich das Korps sehr überzeugend.

Und noch etwas Neues gab es bereits zum Korpsappell im Januar. Vereidigungen und Beförderungen, ein Prozedere, welches beim mittlerweile zu einer beachtlichen Größe herangewachsenen Altstädterkorps mehr als die Hälfte des Programms an solch einem Abend einnimmt. Ohne Zweifel eine schöne Sache für die verdienten und langjährigen Korpskameraden, doch für die Gäste im Saal eher ein langwierige Sache.

So wurden ab dieser Session nur noch die Vereidigungen und höheren Dienstgrade beim großen Korpsappell vorgenommen. Darüber hinaus gibt es ab jetzt die sogenannten Beförderungsappelle, die von den einzelnen Korpsteilen in Eigenregie vorgenommen werden. Wo sich dann auch in schöner Runde die Gelegenheit bietet, langjährige Mitglieder in Ruhe zu ehren und auszuzeichnen.

„Och jood, noch ens Kameradschaftspfleje met lecker Süffele un Müffele!“

Auch zum Ende dieser Session standen letztendlich wieder die tollen Tage. Gleichfalls noch einmal volles Programm für alles, was sich den Farben Grün und Rot verschrieben hat. „Fest in Grün-Rot“, im Gürzenich am Abend vor Weiberfastnacht und wenige Stunden danach die mittlerweile 64. von den Altstädtern organisiert und durchgeführte „Offizielle Eröffnung des Kölner Straßenkarnevals“. Ein Event der alljährlich tausende Besucher in die Kölner Altstadt zieht. In diesem Jahr war die Veranstaltungen noch bis kurz vor ihrem Start, bedingt durch die Großwetterlage und einem heranziehenden Sturmtief, mit einem großen Fragezeichen versehen. „Doch et hät noch immer jood jejange“, und so konnte an dem Tag alles wie geplant über die Bühne gehen.

Es folgten an den Tagen danach noch weitere Auftritte des Korps samt Teilnahme am großen Biwak der „Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.“ auf dem Heumarkt

Doch bevor man sich nach viel Vorfreude dem Rosenmontagszug widmen konnte, hieß es am Karnevalssonntagabend erst einmal Abschied nehmen. So zog das Korps nach seinem letzten Auftritt mit klingendem Spiel ins Hotel Hilton Cologne ein. Man bereitete hier Tambourmajor Bernhard Röttgers und seinem Tanzpaar einen würdigen Abschied.

Es war ein Abend mit vielen Abschiedstränen, über 200 Rosen die Stefanie von ihren uniformierten Kameraden überreicht wurden und wahrscheinlich genau so viele Eierlikörchen mit denen Jens mit all seinen Freunden anstoßen musste. Was Jens einen unvergesslichen Rosenmontagszug bereitete. Offiziell waren die Drei bereits beim „Fest in Grün-Rot“ coram publico verabschiedet worden.

Sicher wird nicht nur Bernhard, Stefanie und Jens, sondern allen Altstädtern der Rosenmontagszug unvergesslich bleiben. Nicht nur weil die Altstädter zum 3. Mal in Folge die größte Gruppe im Zug stellen durften, sondern weil alles stimmte. Das Wetter, die unzähligen feiernden Menschen am Zugweg, die zu einer hervorragenden Stimmung beitrugen, und das es wieder ein grün-rotes Gemeinschaftserlebnis war.

So hat sicher auch die große Menge an Wurfmaterial, welche von den Altstädtern an diesem herrlichen Tag an die Jecken am Zugweg verteilt wurde seinen Anteil dazu beigetragen:

201.900 Beutel Fruchtgummi
93.280 Tafeln Schokolade
121.800 Kokosriegel
86.800 Waffeln
8400 Toffifee/Pralinen
2.500 Softbälle
10.555 Frisbeescheiben
55.908 Sträußchen/Rosen
1045 Reprästationssträuße
im Gesamtwert von rd. 125.000,-€

Auch nach dieser Session ist es für den Schreiber eines kleinen Rückblicks keine leichte Aufgabe, die Zeit zwischen dem Sessionsauftakt und Aschermittwoch lückenlos zusammenzufassen. Ob es darum geht, die zahlreichen eigenen Veranstaltungen samt deren Stimmung dem Leser wiederzugeben oder die unterschiedlichsten und schönen Eindrücke, die man bei der Vielzahl der Auftritten des Korps mitnimmt, er war wieder eine beeindruckende Session. Dies alles wurde ermöglicht von und durch Menschen, die sich dem Karneval und an der Stelle besonders und speziell den Farben des Urtraditionskorps, der Altstädter Köln 1922 eV verschrieben haben.

Ihnen gilt ein großes und herzliches Dankeschön für das gemeinsam Geleistete in den vergangenen Monaten.

So freuen wir uns auf die kommenden karnevalslosen Monate, das abwechslungsreiche grün-rote Sommerprogramm bis es im November wieder heißt: „Met Trööte un Trumme, Altstädter kumme!“

 

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