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Neues von den Altstädtern


Das Reiterkorps on tour
25.05.2011

Eine Ahr-Tour, die dann scheinbar in Sibirien endete

Ahr-Tour des Reiterkorps – eine Wanderung durch die Weinberge kann steinig werden. Frage an den Kommandanten: „Welches Schuhwerk ist angesagt?“ Antwort: „Es muss so solide sein, dass du problemlos vom Bus ins Lokal und wieder zurück kommst.“ Alles klar…

Abfahrt in Köln um 9.30 Uhr. Reiterkorpsmitglied Peter Kelz und seine Andrea, beide leidenschaftliche Ahr-Schwärmer und Tour-Organisatoren, hatten ihre Erfahrung: Wer so früh eine Tagestour beginnt, muss etwas für den Kreislauf tun. Die KVB-Bushaltestelle am Maritim wurde nicht zur Kaffeebud, sondern zur Sektbar umfunktioniert. Schwungvoll bestiegen wir den Bus.

Eine Ahr-Tour ohne Musik? Geht nicht. Ein Glück, dass wir jetzt Willi Wilden von den „Drei Colonias“ als aktiven Reiter im Korps dabei haben. Als Willi unterwegs zustieg, stellte er zuerst seine Gitarre vor… und dann seine Frau Petra.

Zeremonienchef Peter Kelz drängte: „Zügig weiterfahren. Das Frühstück wartet.“ Für den langen Marsch vom Busparkplatz bis zum Lokal hätte man doch vielleicht die Wanderschuhe mitnehmen sollen. Der Frühstückstisch bog sich. Eine gute Grundlage muss sein. Und ein erstes Gläschen Ahrwein durfte es schon sein.

Abmarsch. Pardon: Abfahrt. Beim Winzen Brogsitter in Dernau standen wir um 13.00 Uhr auf dem Programm. Erst die Arbeit – Besichtigung der Kelterei, der Abfüllanlagen und des Lagers. Nix war mit Heinzelmännchen-Romantik. Weit und breit war kein Küfer zu sehen, der niedergesunken und am hohlen Fasse eingeschlafen war. Stattdessen Edelstahltanks. „Und eh der Küfer noch erwacht, war schon der Wein geschönt und fein gemacht.“ Denkste. Kein Küfer erwachte. Alles war Computer gesteuert. Romantik gibt es nur noch im Lied. Gut, dass wir Willi dabei hatten.

Endlich kam die Kür – Weinprobe. Der Sommelier erklärte uns, warum handverlesener Wein von den steilen Ahrhängen ein paar Euro mehr kostet als Wein aus industriell geernteten Reben riesiger Weinplantagen in Australien oder Chile. Und wie man den Schieferboden schmecken kann, aus dem die Rebstöcke erwachsen. Und wie es um die Säure und die Süße bestellt ist. Und dass ein verregneter August wie im Vorjahr eine Katastrophe war.

In der Vinothek Brogsitter gab es als Weißwein einen Marienthaler Stiftsberg Riesling trocken, dann einen Weißherbst – auch aus roten Trauben kann man weiße Weine keltern – Brogsitter No. 1 als Spätburgunder Blanc de Noir. Und dann kamen die Roten: Rimahr Rotwein-Cuvee Frühburgunder/Spätburgunder Qualitätswein trocken; Edition B aus 2008 als Frühburgunder und als krönender Abschluss einen 2009er AD ARAM Spätburgunder Barrique für 19,80€.

Rotwein-Kenner kannten sich aus: „Den Roten muss mal trinken, bis man Durst bekommt.“ Abfahrt an der Ahr um 17.00 Uhr; Ankunft im Kölner Brauhaus Malzmühle um 18.00 Uhr. Das Durstproblem wurde gelöst!

Von wegen: Feierabend! Reiter haben viele Verpflichtungen.

Reiterkorpskamerad Wolfgang Veen hatte noch zur Feier in seinen 60. Geburtstag geladen. Ab nach Hennef und über verschlungene Waldpfade ins Siebengebirge. Oder war es Sibirien? Egal. Wir haben alles überstanden und Wolfgang auch noch artig gratuliert.

 

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