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Neues von den Altstädtern


Der Nikolaus besuchte die Altstädter
18.12.2012

Der Nikolaus bei Mister Minit

Jeder in Köln weiß, wie anstrengend der Karneval sein kann, doch was ist mit Weihnachten? Und vor allem, was ist mit der Vorweihnachtszeit? Na, dann fragen Sie mal den Nikolaus, der wie immer auf seinem Terminzettel auch diverse Feiern der Altstädter vorfand. Der „hillije Mann“ hinkt seit kurzem ein wenig, was an seinen abgelaufenen Absätzen liegt. Regiments-Spielmannszug, Reiterkorps, Senat, Tanzkorps – alle wollten die besinnliche Stimmung so kurz vor der Session einfangen. Spezielles vor dem Spektakel, quasi.

Zur Feier des Spielmannszuges sah man den Mann im roten Gewand und mit wallendem Bart noch über alle Stockwerke die Stufen zum Casino der Altstädter hochsprinten. Wahrscheinlich fürchtete der Nikolaus den hypermodernen und großzügig dimensionierten Aufzug zur Kultstätte in luftiger Höh. Vielleicht lag es an den irren Anstrengungen, dass seine Ansprache an die Musiker in einigen Bereichen recht deutlich ausfiel. Während Heinz Schneider zum Ehrentambour ernannt wurde, bekam so manch anderer sein Fett weg. Da wurde selbst der Chef dat Waggelknee nicht verschont.

Klar geht so viel Nikolaus-Engagement an die Substanz, deshalb sprang bei den Reitern der „allerdings noch nicht heiliggesprochene“ Martin Seul ein. Sein prallgefülltes Lunchpaket mit Printen, Nüssen, Spekulatius und sogar mit ein paar Bierbons für seine Kneipe Oellig sorgte für staunende Reiteraugen. Zwischen Vorspeise und großem Buffetgang drängten plötzlich viele Herren und eine Dame in die Bastei. „Met Trööte un Trumme, de Altstädter kumme“ – traf den Nagel auf den Kopf. Zur großen Überraschung marschierte der grün-rote Regiments-Spielsmannszug ein, gefolgt vom Tanzkorps mit seinem neuen Kommandanten Michael Klaas“Piccolo“ und dem Tanzpaar Stefanie Pütz „Stänche“ und Jens Scharfe„Zündkääz“. Als dann Johanna und Hans Breuer in bestem Kölsch so manch Nachdenkliches vortrugen, hätte man eine Stecknadel fallen hören. Musik joot, Vürdrach joot, Essen joot, dazu das Wort zur Weihnachtszeit vom Feldhillije Msgr. Rochus Witton – nicht nur Reiterkorps-Kommandant Uli Nockemann war‘s an diesem Abend warm ums Herz.

Zu den Senatoren steuert der Nikolaus seinen Schlitten schon seit Jahren nach Weidenpesch zum Hypodrom. Klar, dass seine Rentiere hier auf der Rennbahn immer schnell Anschluss finden. Eine Frage der Zeit, wann die ersten Pferde mit Hörnern im Rosenmontagszug zu beobachten sind. Zum Staunen gab es bei der Senats-Weihnachtsfeier auch was: die Rabaue stellten unter Beweis, dass sie viel mehr können als nur Fastelovend. Ihre kölschen Weihnachtslieder wärmten so manches Herz, ebenso wie die kleinen Geschenke, die Präsident Jacky verteilte. Zwischen Gänsekeule und Nachtisch brachten sich auch einige Jungsenatoren ein – tolle Aktion der Jungspunde im Senatsgewand. Bis zwei Uhr in der Früh wurden Weihnachtslieder gesungen, Gedichte vorgetragen und nicht nur Michael Robens, der den Gesamtvorstand vertrat, staunte über den deutlich sinkenden Altersschnitt.

Zur Alpenländischen Weihnacht hatte der Nicolaus seinen Kollegen Jürgen Willms ins Hotel Mondial geschickt. Der sparte nicht mit Lob und konnte auch manchen Tadel nicht verstecken, als er seine Tanzkorps-Kameraden geschickt und humorvoll zur Besinnlichkeit führte. Dass die flotten Altstädter-Tänzer ihr Weihnachtsmotto durchaus ernst nahmen, unterstrichen die fünf Mutzbacher Alphornbläser auf der Hotelterrasse. Einige Altstädter wähnten sich da wohl in den Bergen, oder lag dies doch am Glühwein? Passend hierzu auch der Auftritt von Zitherspieler Hans Kyrion. Nach dem Rehbraten bewies der neue Kommandant das er nicht nur echte Führungsqualitäten hat, sondern auch die Herzen seiner Korpskameraden berühren kann: Piccolo“ Michael Klaas las die Weihnachtsgeschichte und überraschte mit viel Einfühlungsvermögen.

Über eines muss man sich nach dem ganzen Feiermarathon bei den Altstädtern noch einig werden. Wer begleitet den Nicolaus zu Mister Minit und spendiert neue Absätze für die Stiefel?

 

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