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Neues von den Altstädtern


Eröffnung des Straßenkarnevals
07.01.2013

60 Jahre offizielle Eröffnung des Straßenkarnevals mit den Altstädter Köln 1922 eV

Bereits im Mittelalter wurde am Donnerstag vor Fastnacht gefeiert. Doch dies noch nicht öffentlich oder gar auf der Straße. Nein, das Feiern fand damals innerhalb der Kölner Klostermauern statt.

Nachdem die Franzosen im Jahr 1794 die Klöster in Köln auflösten, verschwanden auch die Feierlichkeiten innerhalb ihrer Mauern. Ab dann wurde von den Frauen, deshalb der Name Weiberfastnacht, öffentlich und für alle sichtbar gefeiert. Ausgelassen und fröhlich ging es her. Besonders bei den Marktfrauen auf dem Alter Markt.

Mit dem Ende des Markttreibens ab 1930 gab man dem Fest mit dem Hissen der Prinzen-Standarte auf dem Rathausturm einen offiziellen Charakter. Einige Jahre später wurde durch den 2. Weltkrieg auch dieser Tradition vorerst ein Ende gesetzt.

Nach dem Krieg hatten sich natürlich auch für das vaterstädtische Fest Karneval die Voraussetzungen völlig verändert und das fröhliche Treiben an Weiberfastnacht suchte ein neues Gesicht.

1950 eröffnete das Dreigestirn erstmals wieder den Straßenkarneval und zwar in der Großmarkthalle in der Kölner Südstadt. Nach nur zwei Jahren wurde die Veranstaltung wegen Sicherheitsbedenken von dort wieder verlegt und die offizielle Eröffnung des Straßenkarnevals sollte an die gewohnte Stätte, auf den Alter Markt, im Herzen von Köln. 1953 schlug die Stunde der Altstädter, die sich hier zuhause fühlten und die Organisation für diese öffentliche Straßensitzung von nun an übernahmen.

Im Jahr 1954 eröffnete Altstädter Präsident Fritz Figge, der gerade auch in den Vorstand des Kölner Festkomitees gewählt wurde, die Veranstaltung mit einem selbst verfassten Vers:

„Alaaf Ehr kölsche Bürger allzomol.
Wie en fröhere Johre sin mer widder do,
Altstadt un Altstädter, he om Aldermaat.
Jo, wie of han mer dat Spillche ald jemaht.
Drom rofe ich üch jetz zo, met fruhem Hätze,
paßt op, ehr kölsche Mädcher un Fetze.
D’r Vürhang geit op,
uns kölsch Thiater deit beginne.“

Kaum jemand hätte vor 60 Jahren daran geglaubt, dass diese Veranstaltung mit einer von Jahr zu Jahr wachsenden Beliebtheit bis in die heutige Zeit von den Altstädtern veranstaltet würde.

Mehrere Tausend Besucher finden alljährlich den Weg zu ihren Altstädtern auf den Alter Markt. Begleitet von zahlreichen Vertretern der schreibenden Presse und TV findet die Open-Air-Sitzung ihren Weg auch weit über die Grenzen Kölns. Ein Programmpunkt folgt dem anderen. Pünktlich um 11.11 Uhr eröffnet der amtierende Oberbürgermeister gemeinsam mit dem Festkomitee-Präsidenten und dem Kölner Dreigestirn offiziell den Straßenkarneval. Ein buntes und ausgelassenes Treiben folgt. Traditionen wahren, pflegen und leben ist der Leitspruch und die Aufgabe der Kölner Traditionskorps. So geben die Altstädter ein Beispiel dieser ursprünglichen, karnevalistischen Tradition ihrer Vaterstadt Köln. Doch wie überall steckt vor und während einem so tollen Tag viel Vorbereitung und Arbeit. Diverse gesetzliche Vorgaben u.a. zur Sicherheit der Besucher sind zu beachten. Trotz jahrelanger Routine ist eine konkrete Planung unumgänglich. Auf- und Abbauarbeiten sowie die Betreuung der Gäste während der Veranstaltung fordern von den Mitgliedern und Helfern einiges ab.

Aber auch das Feiern kommt bei den Altstädtern an diesem Tag nicht zu kurz.
Mit Freude und Stolz diese Veranstaltung im Herzen von Köln für Köln und den Kölner Karneval ausrichten zu können, ist Ansporn und Dank für die geleistete Arbeit zugleich.

In diesem Sinne bis zum Weiberfastnacht, wenn es wieder heißt: „.. 3 .. 2 .. 1 … der Straßenkarneval ist eröffnet!“

 

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