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16.02.2014

Manöverfahrt 2014 nach Würzburg … zwei tolle Tage im Frankenland

Als eines der Highlights der Session 2014 hat die Reise des Altstädterkorps in die fränkische Metropole Würzburg ihren Platz in der Chronik gefunden. „Es war eine Show der Superlative“, und weiter: “Farbenprächtiger Höhepunkt der Gala im Congress-Center-Würzburg (CCW) war der Einzug des Traditionskorps Altstädter Köln 1922 eV!“, so beschrieben in der Mainpost-Ausgabe am 3. Februar2014. Dabei war der Galasitzung am Abend ein toller Tag vorausgegangen.

Bereits am frühen Morgen des 1. Februar startete das grün-rote Korps per Buskonvoi von der Kölner Altstadt aus in Richtung Unterfranken. Die ersten Sonnenstrahlen versprachen kurz nach dem Überqueren der Kölner Stadtgrenze einen herrlichen Tag. Der Zwischenstopp in Heimbuchental im Spessart lud im Familienhotel Christel zu einem kräftigen Frühstück ein. Pünktlich um 12.00 Uhr war dann das Maritim Hotel Würzburg erreicht. Die gastgebende Karnevalsgesellschaft „ 1. K.G. Würzburger Elferrat von 1935 e.V.\" war komplett samt Ranzengarde, deren Ratsherren und natürlich ihrem Prinzenpaar, Prinzessin Martina II. und Prinz Ralph I., zur Begrüßung vor dem Hotel angetreten.

Nach dem check in folgte alles dem minutiös festgelegten Protokoll. Mit klingendem Spiel ging der Marsch, gesäumt von unzähligen Passanten, durch die Innenstadt zum Rathaus. Viele der Zuschauer am Straßenrand trauten ihren Augen nicht. Eine endlos wirkende Zahl von grün-rot Uniformierten, samt der von zwei Kaltblütern gezogenen Rosenmontagskutsche des Altstädter-Tanzpaares. Ein prächtiges Bild! Altstädter-Schirrmeister Franz-Peter Vendel hatte es sich nicht nehmen lassen, das Fuhrwerk eigens für diesen Anlass hierher zu transportieren. Oberbürgermeister Dr. Adolf Bauer begrüßte die Gäste aus Köln im großen Saal des Rathauses und war, genau wie die anwesenden Würzburger Karnevalisten, beinahe sprachlos. Keines der in den Vorjahren aus Köln angereisten Traditionskorps hatte bisher im Rathaussaal getanzt. Eine tolle Leistung des Korps und seines Tanzpaares Stefanie Pütz und Jens Scharfe auf sehr begrenzter Tanzfläche. Präsident Hans Kölschbach bedankte sich bei allen für den herzlichen Empfang in Würzburg und verlieh die ersten Orden.

In kompletter Stärke zog das Korps nun weiter vor die Residenz des Bischofs Dr. Friedhelm Hofmann. Dem in Köln-Vogelsang geborenen, heutigen Bischof von Würzburg, ist der Kölner Karneval natürlich nicht fremd, da er stets regen Kontakt zu Kölner Karnevalsgesellschaften aufrecht hält. Neben kölschen Spezialitäten, wie ein Kranz Flönz, Röggelchen und einem kleinen Fässchen Kölsch samt Gläser, alles schön in einem Korb verstaut, folgte noch eine weitere Überraschung. Hans Kölschbach fragte seine Eminenz nach seinem Verbleib am Rosenmontag, dem 23. Februar 1998. Bischof Dr. Hofmann erinnerte sich ganz genau an diesen Tag. Er war im Krankenhaus und hatte auch den Namen des Arztes präsent, der ihn an diesem Tag operiert hatte. So war es eine gelungene Überraschung, als ihm der Altstädter-Regimentsfelscher Prof. Dr. Ernst Eypasch den damaligen OP-Bericht, passend mit Altstädtermotiven eingerahmt, übergeben konnte. Dr. Hofmann bedankte sich sehr erfreut und lud das Korps samt Regiments-Spielmannszug zu einigen Schnäpschen ein.

Mit klingendem Spiel ging es weiter zur Würzburger Residenz, vor deren beeindruckenden Kulisse Erinnerungsfotos - gemeinsam mit der Würzburger Ranzengarde und der Delegation des 1. Würzburger K.G. - gemacht wurden.
Nach all diesen hochoffiziellen Terminen war erst einmal eine Stärkung für alle erforderlich. Im “Hofbräukeller Würzburg“ genoss man das deftige, fränkische Mahl bei leckerem Würzburger Hofbräu Bier und bedankte sich bei den Gastgebern auch hier für diese tolle Einladung. Nach einem kurzen Stopp am Hotel ging es gleich weiter nach Kleinrinderfeld. Dort sorgte der Aufzug des Korps bei der dortigen, eher kleinen aber feinen Karnevalsgesellschaft für den Höhepunkt des Programms an diesem Abend. So etwas hatte man hier in der Mehrzweckhalle noch nicht erlebt. Die Bühne bot kaum noch Platz. „Wir tanzen auch auf einem Bierdeckel“, so Korpskommandant Michael Klaas. Eine Darbietung, die bereits am Mittag im Würzburger Rathaus für Begeisterung gesorgt hatte.

Zurück nach Würzburg und Einzug in den mit mehr als 1100 Gästen vollbesetzten Saal des Congress-Centers. Von den Gästen mit viel Beifall bedacht und begeistert von den schwungvollen Tänzen in ihrer urtypischen kölschen Art, gepaart mit modernen tänzerischen Akzenten, hatte das Korps so quasi ein Heimspiel. Dies begleitet vom Regiments-Spielmannszug, der einige der im Rheinland allen bekannten Karnevalsschlager und als besonderes Geschenk, den bereits im vergangenen Sommer einstudierte und perfekt gespielten Marsch „Gruß an Würzburg“ (die frankische Nationalhymne) aufspielte. Würzburger was willst Du mehr?

Aber nicht nur im Saal, sondern auch bei der After-Show-Party im Foyer und an der Hotelbar sprang der Funke des rheinischen Karnevals bis in den frühen Morgen über. Ein sehr zufriedener Organisator und souveräner Sitzungsleiter Burkhard Pfenzinger konnte nun auch aufatmen und in aller Ruhe auch mit seinen Kölner Gästen gelassen anstoßen und feiern.

Nach einer sehr kurzen Nacht, mit entsprechend wenig oder gar keinem Schlaf, folgte am Morgen die nächste Einladung eines Senators der Würzburger K.G. zum Frühschoppen und fränkischen Spezialitäten ins „Bürgerspital“, einem historischem Weinlokal in der Innenstadt.

Am frühen Nachmittag ging es zurück in Richtung Heimat. Zwei tolle Tage in Würzburg mit stilvollen Empfängen und einer spitzen Veranstaltung, so werden die beiden Tage allen Korpskameraden noch lange in Erinnerung bleiben.

 

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