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Neues von den Altstädtern


10.05.2015

Session 2015 – “Met Jrön un Rut vernetz“

„Social jeck – kunterbunt vernetzt“, so lautete das diesjährige Sessionsmotto. Sicher erinnert sich noch der eine oder andere kölsche Jeck an den Karnevalsdienstag 2014, als dieses Motto verkündet wurde. Für echte Kölsche und Karnevalisten wirkte diese Zeile zunächst eher wie schwere Kost. So spiegelten sich auch entsprechend die Meinungen vieler Kölner in Form von Leserbriefen in der lokalen Presse wider. „Dat ess nix Kölsches, dat ess moderne Krom!“, so o.ä. die Aussage vieler traditionellen Kölner Jecken.

Die darauf folgenden Monate zeigten jedoch, dass die Karnevalsgesellschaften, die Musiker und Tanzgruppen in der Lage waren, auch dieses Motto kreativ und mit viel Freude umzusetzen. Was daraus wurde und dass sich die Mühe auch wieder einmal gelohnt hatte, davon konnten sich unzählige Karnevalsbegeisterte in den Wochen vom 11.11. bis hin zum Aschermittwoch überzeugen. Selbstverständlich standen die Altstädter dem in nichts nach. Voran der Regiments-Spielmannszug, der traditionell das Motto zu intonierten wusste. Geprägt von dem Gedanken, dass die Grundvoraussetzung für soziale Netzwerke jeder Art eine positive Lebenseinstellung mit vill Hätz sein muss, hatten die Mannen um Tambourmajor Bernhard Röttgers (Waggelknee) ihr Sessions-Potpourri zusammengestellt. Mit Titeln von „Dat Hätz vun dr Welt, jo dat es Kölle“ bis zum Vorjahres-Brings-Hit „Denn ich ben nur ne kölsche Jung“ trafen die grün-roten Spielleute beim Publikum genau ins Schwarze, oder wie man in Köln sagt, die Seele des Kölners.

Ihre Netzwerke und langjährigen Kontakte hatten die Altstädter genutzt als es darum ging den Wünschen zahlreicher Freunde und Gäste in Form eines erweiterten Veranstaltungsangebots nachzukommen.
Neben den altbewährten, traditionellen Veranstaltungen boten sich ab dieser Session wieder zwei neue, grün-rote Karnevalspartys zum gemeinsamen feiern an. Dies erstmalig am 11. November und somit mit dem passenden Namen „11 Punkt 11“ und am Karnevalssamstag mit dem ebenfalls treffenden Namen „Danze am Dom“, beides veranstaltet im renovierten „WarteSaal am Dom

Obwohl das Tanzkorps bereits an den Novemberwochenenden zu seinen Auftritten unterwegs war, ging es nach dem Korpsappell ab der ersten Januarwoche richtig los. Ein wieder voller Wachplan sorgte für reichlich Beschäftigung. Beinahe täglich war das Tanzkorps, begleitet von Offizieren des Senats, der Reiterkorps, des Großen Rats und des Reservekorps, mit der von TOYOTA Deutschland zur Verfügung gestellten Fahrzeugflotte „on Tour“. Dies nicht nur in Köln, sondern auch im Umland bis hin nach Bornheim, Erftstadt, Eschweiler, Krefeld, Lohmar, Remagen, Solingen, Troisdorf oder Viersen. Überall war das Kurkölnische Traditionskorps auf den Bühnen ein gern gesehener Gast. So zeigte sich wieder einmal, dass sich das schweißtreibende Tanztraining und die Proben der Spielleute gelohnt hatten. Auffallend ist bei den großen Wachen, dass sich, offensichtlich geprägt von der Vorfreude auf den Besuch der Altstädter, die Präsidenten und Sitzungsleiter im Vorfeld sehr gut über die Altstädter informieren. So erschien das Korps den Sitzungsbesuchern gleich im rechten Licht. „Wenn in Köln des Herz des Karnevals schlägt, seid ihr die Taktgeber dort!“ Oder auch: „Eine Stadt wie Köln kann stolz sein, ein Korps wie Euch in seinen Reihen zu haben!“ Mit diesen und weiteren, sehr treffenden Formulierungen wurde das Korps auf den Bühnen vorgestellt, und so freut es jeden stolzen Altstädter, mit dabei sein zu dürfen. Egal ob Auftritte oder eigene, sehr gut besuchte und stimmungsvolle Veranstaltungen, zum Ende konnte man mit Recht wieder von einer tollen Session und alles in allem einer runden Sache sprechen. Das Reiterkorps mit seinem Pädsball an Karnevalssamstag und der hervorragenden Präsentation der Reiter an Rosenmontag, der Senat samt Großen Rat mit dem Karneval der leisen Töne, beim 5. Litewka-Abend in Folge im Excelsior Hotel Ernst, oder das Orgateam der „Altstädter-Früh-Schicht“, besetzt von jungen Altstädtern, alle blicken positiv auf die vergangenen Wochen zurück. Fazit: Alle Gruppen können sehr zufrieden sein..

Emotionen pur gab es auf der großen Altstädter-Kostümsitzung im Maritim Hotel, als Tanzoffizier Jens Scharfe seiner Marie, Stefanie Pütz, auf offener Bühne einen Heiratsantrag machte, der auch mit „Ja“ beantwortet wurde.

Beinahe ebenso emotional ist die offizielle Eröffnung des Straßenkarnevals an Weiberfastnacht auf dem Alter Markt. Dies auch mit Blick auf das Ursprüngliche und Historische dieser uralten Tradition, welche in diesem Jahr zum 62. Mal in Folge von den Altstädtern organisiert und somit fortgeführt wird. Neben dem 11.11. und dem Rosenmontag ist die Eröffnung des Straßenkarnevals ein fester Bestandteil des vaterstädtischen Festes hier in Köln

An Rosenmontag bot sich dann auch den Altstädtern die Möglichkeit, sich vor über einer Million Menschen in kompletter Größe zu zeigen. Kann man den Informationen glauben, waren die Grün-Roten in diesem Jahr die größte Gruppe im Zug. 722 Teilnehmer, davon 204 Musiker, 68 Reit- und Kutschpferde und die Menge des Wurfmaterials sprechen dabei für sich:

174.200 Beutel Gummibärchen(4.176 kg), 84.080 Tafeln Schokolade(4.204 kg), 156.600 Kokosriegel(1.566 kg), 68.400 Waffeln(1.026 kg), 7680 Packungen Pralinen(960kg), 10.000 Bälle ergeben eine Gesamtmenge von 11.932 kg, zzgl. 42.370 Sträußchen sowie 942 Repräsentationssträuße. Auch dies erklärt sicher die Begeisterung der Besucher für seine Altstädter.

Im vergangenen Jahr waren die Torwartlegende Harald (Toni) Schumacher gemeinsam mit seiner Gattin als Gäste auf der Kutsche von Postmeister Karl-Heinz Kaiser erstmalig mit dabei. Um nun wieder dabei sein zu können, meldeten sich die Beiden rechtzeitig bereits im vergangenen Herbst an.

Nach einem schönen Auftakt im November, dem Korpsappel, den tollen Veranstaltungen, den zahlreichen Auftritten, einem stimmungsvollen Weiberfastnacht, einem überwältigendem Rosenmontag, galt das große Dankeschön von Präsident Hans Kölschbach zum Ende der Session, allen, die dies ermöglicht haben. In der kommenden Session möchten auch die Altstädter dem neuen Motto entsprechend „Mer stelle alles op der Kopp“, alles (sinnbildlich) auf den Kopf stellen und getreu dem bewehrten Altstädter-Motto: „Met Trööte un Trumme, Altstädter kumme!“, wieder mit viel Freude für seine zahlreichen Freunde dabei sein.

 

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