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Neues von den Altstädtern


11.04.2016

„Em Koppstand durch die jrön-rude Session“

„Alle reden davon, dass die Session kürzer sei als sonst. Ich habe das mal nachgesehen und siehe da, auch die davor waren am Aschermittwoch vorbei!“, so der kölsche Krätzjes-Sänger Thomas Cüpper (Et Klimpermännche) zum Beginn seines diesjährigen Vortrages. Und Recht hatte er damit, nur dass in diesem Jahr der Rosenmontag sehr früh am 8. und Aschermittwoch bereits am 10. Februar waren.

So hatte dem Motto „Mer stelle alles op der Kopp“ entsprechend die Terminplanung im Vorfeld zur Session 2016 so manchem Karnevalisten nicht gleich einen Kopfstand abverlangt, aber sicher ein leichtes Kopfzerbrechen bereitet. Dies galt somit auch für das Altstädterkorps, dessen Termine sich im November auch bereits vor dem offiziellen Sessionsstart „knubbelten“. Vom ersten Novemberwochenende bis zum Abend vor dem 1. Advent, alle Wochenenden waren mit Auftritten belegt. Ob in Bad Hönningen, Duisburg, Borken, Bergisch Gladbach oder innerhalb der Kölner Stadtgrenzen, überall konnte das Altstädterkorps gemeinsam mit dem Regimentsspielmannszug sein in den Monaten zuvor einstudiertes Repertoire dem Publikum vorstellen. So hatte der Regimentsspielmannszug auch wieder das Sessionsmotto entsprechend intoniert.

Die Begeisterung der Veranstaltungsgäste sprach für sich und so wurden die Novembertermine als gelungene Generalproben für die Session gewertet.

Dabei kam natürlich das Feiern, gemeinsam mit den Altstädter Freunden und Gästen, im Herzen von Köln nicht zu kurz. Die grün-rote Karnevalsparty „11 Punkt 11“ am 11.11. im „Wartesaal am Dom“ war traditionell der Startschuss pünktlich zur Sessionseröffnung.

Drei Tage später, am Samstag, den 14. 11., fand zum zweiten Mal in Folge die „Altstädter-Regiments-Messe“ im Kölner Dom statt. Zelebriert wurde die Messe von Msgr. Robert Kleine, Kölner Dom- und Stadtdechant und nicht zuletzt auch Feldhillije der Altstädter. An der Orgel begleitet wurde die Messe traditionell von Dr. Wilhelm Kemper, Mitglied des Großen Rats der Altstädter. Zum Abschluss der sehr stimmungsvollen Messe zog das uniformierte Korps, angeführt durch klingendes Spiel des Altstädter Regimentsspielmannszugs, geschlossen den Pilgerpfad unter dem Dreikönigsschrein hindurch, hinaus zum „Wartesaal am Dom“, wo die „Altstädter-Feier des 11. im 11.“ stattfand.

Man kann es drehen und wenden, wie man möchte, der Veranstaltungsreigen, den die Altstädter auch in dieser kurzen Session wieder einmal ihren zahlreichen Gästen, Freunden und nicht zuletzt ihren Mitgliedern geboten haben, kann sich sehen lassen.

Wie die folgende Auflistung von 21 Events zeigt, war für jeden, ob als Gast oder aktives Mitglied des Traditionskorps, etwas dabei:

• grün-rote Karnevalsparty
• „11 Punkt 11“ zum Sessionsauftakt
• Regimentsmesse im Kölner Dom
• „Feier des 11.11.“
• Herrensitzung
• Korpsappell
• Litewka-Abend
• Mädchersitzung
• Miljö-Sitzung
• „Altstädter-Früh-Schicht“
• Zoo-Kostümball
• „Jeck am Rhing“
• Härekommers
• „Fest in Grün-Rot“
• Eröffnung des Straßenkarnevals
• Weiberfastnachts-Party „Mittendrin im Zims“
• „Pädsball“
• Karnevalsparty „Danze am Dom“
• 2 Rosenmontagszugtribünen
• Teilnahme am Rosenmontagszug
• Rosenmontagsausklang
• Fischessen

Auch wenn Präsident Hans Kölschbach (Knallbotz vum Aldermaat) aus gesundheitlichen Gründen in dieser Session kürzertreten musste und die offiziellen Termine nicht wahrnehmen konnte, war er stets mit dem Herzen und dank einer guten digitalen Vernetzung dabei. Notgedrungen, aber auch von einer Selbstverständlichkeit getrieben, nahmen seine Vorstandskollegen sein weit gefächertes Aufgabenfeld zusätzlich wahr. Einmal mehr waren neben ihren eigentlichen Aufgaben die beiden BGB-Vorstandskollegen, wie sie bei den Altstädtern genannt werden, Schatzmeister Michael Robens und Schriftführer Martin Berg („geringfügig“) mehr gefordert. Was den beiden, unterstützt von vielen Helfern, auch hervorragend gelang.

Nur eines ließ sich der Präsident aus einem ganz besonderen Grund trotz allem nicht nehmen. Denn immer wenn das Kölner Kinderdreigestirn seinen Auftritt bei den Veranstaltungen der Altstädter hatte, war auch Hans Kölschbach nicht weit. War doch sein Sohn in diesem Jahr als „Kinderbauer Jannis“ im Trifolium mit dabei. Ein stolzer Papa und ein stolzer Sohn! Ganz nebenbei schrieb Jannis als aktiver Altstädter nun auch grün-rote Geschichte, denn seit einigen Jahren ist er im Regimentsspielmannszug als Trommler dabei und somit der erste aktive Altstädter in der Rolle des Kinderbauern.

In der Nachbetrachtung zur Session, die sich auch in den diversen Manöverkritiken der einzelnen Gruppen und der Vorstände widerspiegelt, blickt man auf eine sehr schöne und zufriedenstellende Session zurück. Ausverkaufte Veranstaltungen, wie z. B. das „Fest in Grün-Rot“, das als Glanzlicht der Session gewertet werden kann, bestätigen dies ohne Frage. Und auch die mittlerweile neben den Sitzungen fest im Kalender verankerten Bälle haben ihr Publikum gefunden.

Nachdem auch die in diesem Jahr zum 63. Mal in Folge von den Altstädtern veranstaltete offizielle Eröffnung des Straßenkarnevals an Weiberfastnacht, wenn auch bei unschönen Regenschauern, über die Bühne gegangen war, konnte man sich auf den Karneval auf der Straße an Rosenmontag so richtig freuen. Alles schien bestens vorbereitet. Doch der Schein trog, denn man hatte in diesem Jahr die abschließenden Überlegungen ohne die Kapriolen des Wetters gemacht. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass in den Tagen vor dem großen Rosenmontagszug kaum eine Internetseite von karnevalsbegeisterten Kölner so oft angeklickt wurde wie die Wettervorhersage für den 8. Februar 2016. Es nutzte alles nichts, die Meldungen gingen hin und her, sodass die Verantwortlichen des Festkomitees des Kölner Karnevals von 1823 e.V. rechtzeitig reagieren und alle Teilnehmer über ihre Entscheidungen informieren mussten. Dies beinhaltete, dass alle Großfiguren, Fahnen und Standarten und nicht zuletzt alle Pferde nicht im Zug dabei sein konnten. Hurra, das war es! Eine besondere Herausforderung auch für die Altstädter. Denn der Großteil der Festwagen und Kutschen werden insbesondere von Pferden gezogen. Und auch die grün-roten Reiter konnten sich nun auf einen sonst ungewohnten Fußmarsch durch Köln einstellen.

So liefen am Sonntag zwischen den letzten Auftritten des Korps die Handys heiß. Traktoren mussten her, an den Fest-wagen und Kutschen mussten die Anhängerkupplungen umgebaut werden und eine Zahl von rund 50 Helfern, die zur Sicherheit an den Achsen der Fahrzeuge den Zug mit begleiten mussten, wurden gesucht. Zum guten Schluss gelang auch dieses Unterfangen und alle Altstädter konnten den Rosenmontagszug fahrend oder auf Schusters Rappen genießen.

Die Tanzpaarkutsche musste auf einem Hänger Platz nehmen
Fand das gemeinsame Frühstück zuvor noch bei Starkregen statt, so hatte das Wetter ab 10.00 Uhr ein Einsehen mit den kölschen Jecken. Die Wolken verzogen sich und sogar die Sonne schien über Köln. So hatten die angezündeten Kerzen in vielen Kölner Kirchen, so wahrscheinlich auch die vom Altstädter-Feldhellijen Robert Kleine angezündete, ihre Wirkung gezeigt. Der so oft verwendete Satz „Dr leeve Jott muss ne Kölsche sin“ war somit wieder einmal sehr treffend. Denn so viel Glück hatte man an diesem Tag u. a. im Kölner Norden (Düsseldorf) leider nicht. Im Rahmen der Sicherheitsvorkehrungen galt es auch, von den Tribünen am Zugweg die Dächer zu entfernen. Was bei Sonnenschein an diesem Tag natürlich für die Tribünenbesucher von Vorteil war. Zum einen konnten sie so ohne Einschränkung die Sonnenstrahlen genießen und zum anderen den Kamelle-, Schokoladen- und Strüßjeregen ohne Hindernis entgegennehmen.

Im Korpsbefehl des Präsidenten für diesen Tag war u. a. zu lesen: „Werfen, was das Zeug hält!“ Eine Anweisung, an die sich natürlich jeder Altstädter nicht nur vor den Altstädter-Tribünen auf dem Alter Markt und am Hotel Hilton hielt.

Die folgenden Zahlen zeigen auf, dass das grün-rote Traditionskorps trotz allem gut mit ausreichend Wurfmaterial für diesen Tag gerüstet war:

185.300 Beutel Fruchtgummi (4.447,2 kg)
88.000 Tafeln Schokolade (4.400 kg)
156.800 Kokosriegel (1.568 kg)
7.050 Waffeln (105,8 kg)
7.500 Toffifee/Pralinen (10.521 kg)
11.958 Softbälle (143,5 kg)
49.016 Sträußchen/Rosen (1.225,4 kg)
1.069 Repräsentationssträuße (1.353,7 kg)
Gesamtmenge 12.018,2 kg im Gesamtwert von rund 125.000,– €

Alles im Sessionsrückblick 2016 beschriebene lässt jeden Altstädter stolz auf sein aktives Korps und seine Gesellschaft sein. Eine Gemeinschaftsleistung mit vielen Höhen und Tiefen ist in den Monaten zwischen und während einer Session zu meistern. Unzählige Stunden der Vorbereitung und persönlicher Einsatz sind dabei gefragt.

Somit gilt allen Freunden, Förderern, Sponsoren und nicht zuletzt den Veranstaltungsbesuchern und Gästen ein herzliches Dankeschön!

In der nächsten Session sind auch die Altstädter unter dem Sessionsmotto „Wenn mer uns Pänz sinn, sin mer vun de Söck“ und getreu dem altbewährten Altstädter-Motto „Met Trööte un Trumme, Altstädter kumme“ wieder mit viel Spaß an der Freud dabei.

 

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